


Im Austausch mit der internationalen Forschungsgemeinschaft
EcoCampus 6G war auf der IEEE NetSoft 2026 vertreten. Die Konferenz bringt jedes Jahr Forschende aus aller Welt zusammen, um aktuelle Entwicklungen im Bereich moderner Netzwerktechnologien und zukünftiger Kommunikationssysteme zu diskutieren. Im Rahmen des GreenNet Workshops stellte das Forschungsteam seine aktuellen Forschungsergebnisse zum Energieverbrauch mobiler 5G-Systeme vor und tauschte sich mit internationalen Expertinnen und Experten über nachhaltige Ansätze für die Kommunikationsnetze der Zukunft aus.
Im Fokus: Energieverbrauch mobiler 5G-Systeme
Im Mittelpunkt der Präsentation stand eine Frage, die für mobile Kommunikationsnetze zunehmend an Bedeutung gewinnt:
Wie energieeffizient sind transportable 5G-Systeme?
Solche mobilen Netze kommen überall dort zum Einsatz, wo kurzfristig eine zuverlässige Kommunikationsinfrastruktur benötigt wird, beispielsweise in der Landwirtschaft, auf Baustellen oder bei Katastropheneinsätzen. Da sie häufig unabhängig vom Stromnetz betrieben werden, ist ihr Energieverbrauch ein entscheidender Faktor. Gleichzeitig fehlten bislang belastbare Messdaten aus der Praxis. Genau hier setzt die vorgestellte Studie an.
Was wurde untersucht?
Für die Studie verglich das Forschungsteam zwei unterschiedlich aufgebaute mobile 5G-Systeme.
Untersucht wurde zum einen ein leistungsstarkes System für anspruchsvolle Einsatzszenarien mit hoher Reichweite und Datenrate. Zum anderen analysierte das Team ein kompaktes, tragbares 5G-System, das speziell für Forschungs- und Demonstrationszwecke entwickelt wurde.
Durch den direkten Vergleich konnten Unterschiede im Energieverbrauch und im Einsatzbereich beider Systeme aufgezeigt werden
Die wichtigsten Erkenntnisse
Die Messungen zeigen, dass der Energieverbrauch des größeren Systems bereits im Leerlauf einen Großteil der benötigten Leistung ausmacht. Unter voller Auslastung steigt der Verbrauch nur vergleichsweise gering an.
Ein weiteres Ergebnis betrifft die Energieversorgung: Das große mobile 5G-System konnte erfolgreich mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle betrieben werden. Durch den nahezu konstanten Energiebedarf eignet sich diese Technologie besonders gut für mobile Anwendungen. Ein 20-Liter-Wasserstofftank reicht dabei aus, um das System rund acht Stunden zu betreiben.
Auch das kompakte 5G-System zeigte einen vergleichsweisen geringen Energiebedarf. Mit einem Verbrauch von lediglich 42 bis 55 Watt verdeutlichen die Messungen das Potenzial energieeffizienter, mobiler Kommunikationslösungen für kleinere Anwendungsszenarien.
Ein Beitrag für nachhaltige Kommunikationsnetze
Die auf der IEEE NetSoft vorgestellten Ergebnisse liefern erstmals umfassende Messdaten zum Energieverbrauch transportabler 5G-Systeme. Sie schaffen damit eine wichtige Grundlage für die Entwicklung energieeffizienter und nachhaltiger Kommunikationsnetze, sowohl für heutige 5G-Anwendungen als auch mit Blick auf zukünftige 6G-Technologien.
Die Untersuchungen stehen dabei im Zusammenhang mit Forschungsarbeiten im Projekt NoLa „Nomadische 5G Netze für kleinteilige ländliche Räume“ sowie mit den Forschungsarbeiten im Projekt EcoCampus6G an der Hochschule Koblenz.
Mehr erfahren
Die hier vorgestellten Ergebnisse geben einen Einblick in die Forschung von EcoCampus6G. Wer sich näher mit den Methoden und Ergebnissen beschäftigen möchte, kann die Präsentation sowie das vollständige Paper im Folgenden herunterladen.
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📄 Eingereichtes Manuskript herunterladen (Hier klicken)
-> Für die finale Version hier klicken DOI: 10.1109/NetSoft70012.2026.11603460
Förderhinweis: Die in diesem Beitrag vorgestellten Forschungsergebnisse entstanden im Zusammenhang mit Forschungsarbeiten im Projekt NoLa „Nomadische 5G Netze für kleinteilige ländliche Räume“ durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert (Förderkennziffer 19OI23015) sowie im Projekt EcoCampus6G durch die Carl-Zeiss-Stiftung (CZS) gefördert (Förderkennziffer P2024-09-050).